Welcher Tanz?

Diese Frage ist in etwa damit zu vergleichen: Welches Geburtstagsessen wähle ich aus? Wie sollte mein Hochzeitskleid/Anzug aussehen, oder welches Auto kaufe ich mir?

Natürlich hat man mehrere Chancen, ebenfalls gibt es bei einem Tanzkurs auch nicht einen so hohen finanziellen Verlust, wie bei vielen anderen Anschaffungen.

Leider kann der falsche Tanz oft auch die Tanzkarriere beenden, bevor sie angefangen hat. Und zumindest DAS wäre sehr schade! 

Jeder weiss, dass Tanzen das Beste ist, was man für die Gesundheit tun kann!

Nur hier mal einige Punkte dazu:

  • Koordinationstraining
  • Paartherapie
  • Stabilisationstraining
  • Ausdauertraining
  • Depressionsbekämpfung 
  • Vorbeugung gegen Demenz

Vor allem Letzteres ist ein grosser Motivationsfaktor – für alle Tänzer! Falls Sie einen ausführlichen Bericht darüber lesen möchten, kann ich Ihnen folgenden Artikel wärmstens empfehlen.

https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/demenz-tanzen-soll-vergesslichkeit-vorbeugen-a-1069327.html

Natürlich hat jeder Tanz seine eigenen Schwerpunkte. So gibt es Tänze, in welchen mehr die Stabilisation & Statik im Vordergrund stehen, oder solche Tanzarten, bei der die Ausdauer ein wichtiger Bestandteil ist. Oder wie den athletischen Aspekt beim Rock’n’Roll. Dennoch, wenn Sie den Tanz nach solchen Bedürfnissen aussuchen, werden Sie nicht lange Freude am Tanzen haben. Dies ist nur für kurze Dauer eine Motivation, da der Spassfaktor dabei oft zu kurz kommt. 

Und schon sind wir am Punkt. Genau das müssen wir suchen, bevor wir uns für einen Tanz entscheiden. Der SPASS! Wenn wir Spass mit Training miteinander verbinden, ist es das Nachhaltigste, was wir tun können.

 

Wie finde ich den Spass?

Vorweg muss ich mal klarstellen, dass Spass oft mit „glücklich sein“ verbunden wird. Also in dem Moment, in welchem ich Spass habe, fühle ich mich glücklich. 

Ich hole mal aus.

Spass beginnt im Hirn. Jedoch nicht mit dem Gedanken: ich habe Spass. Sondern vielmehr mit einem Belohnungssystem, in welchem Hormone ausgeschüttet werden. Diese Hormone sorgen dafür, dass wir sogenanntes Glück empfinden. Dies führt dann wieder dazu, dass wir Spass hatten, und dies wiederum, dass wir es wiederholen möchten. Es ist wie eine Sucht.

In unserem Gehirn passiert was. Dieses Belohnungszentrum liegt im Mittelhirn. Es besteht aus einer Ansammlung von Neuronen, welches Nervenzellen sind, die elektrische Signale aufnehmen und weiterleiten. Wenn uns etwas Tolles passiert, werden in dem Belohnungszentrum Glückshormone ausgestoßen. Zum Beispiel auch Dopamin. Das Dopamin bewirkt, dass unser Gehirn besser funktioniert und wir aufmerksamer werden. Zusätzlich gibt es noch andere Glückshormone wie zum Beispiel Endorphine und Oxytocin.

Auch Endorphine sind für uns von grosser Bedeutung, da sie ausgestoßen werden, wenn wir uns stark bewegen.

(Quelle und in meinen Augen sehr gut erklärt: https://www.big-direkt.de/de/ratgeber/vorsorge/work-life-balance/glueckshormone.html)

 

 

So – nun wissen wir, dass wir Spass brauchen und wie wir zu Spass kommen. Jetzt müssen wir nur noch herausfinden, welcher Tanz uns auch wirklich Spass macht. 

Da man oft nicht die Zeit und Geduld hat, jeden Tanz einzeln zu testen und anzuschauen, muss man dies anders angehen. Da kommt nun die Musik ins Spiel. Denn Tanzen ist Bewegung zum Rhythmus, eine rhythmische Begleitung zur Musik. 

 

Die Musik hat dem Tanz etwas vor. Sie macht auch ohne Bewegung sehr viel Spass. (Umgekehrt wäre dies schon schwieriger).

Da jeder Mensch einen individuellen Musikgeschmack hat, sei es von Klassik, über Rock, Schlager, Evergreens, Pop etc., braucht man herauszufinden, zu welcher Musik man sich gerne bewegen möchte. Oder eben lernen will, wie man sich dazu bewegt.

Also dann, nichts wie los und Musik hören! 🙂
(Gerne können Sie dies auch mit unserer Musikliste machen. Dies wird Ihnen bestimmt helfen.

 

Musikliste

 

WELCHER TANZ ZU WELCHER MUSIK?

Hat man nun die Musik gewählt, dann ist der nächste Schritt herauszufinden, was man darauf tanzt. 

Es gibt sehr eindeutige Tanzstile wie Walzer (3/4 Takt), Salsa oder Tango. Ist man sich nicht sicher, hilft sicher Google weiter, oder es ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, die Tanzschule in Ihrer Gegend zu kontaktieren. Man wird Ihnen weiterhelfen! (Je nach Tanzschulen darf man auch vorbei gehen und sich von den einzelnen Tänzen ein Bild machen.)

 

HIER NOCH EINE AUFLISTUNG VON DEN ÜBLICHEN TANZSTILEN

Standard & Latein
(Dies ist der Klassiker unter den Tanzkursen, welcher sehr viele Musikstile/Tanzstile abdeckt.)

  • Langsamer Walzer
  • Wiener Walzer
  • Englischer Tango
  • Quickstep
  • Slow Foxtrot
  • Cha Cha Cha
  • Rumba
  • Jive
  • Samba
  • Paso Doble
  • Disco Fox

 

WEITERE TANZSTILE

  • West Coast Swing
  • Lindy Hop
  • Boogie Woogie
  • Balboa
  • Tango Argentino
  • Salsa
  • Bachata
  • Night Club Two Step

Natürlich gibt es noch viele andere Paartänze und Einzeltänze wie Line Dance und viele andere Fitnessprogramme. Dazu jedoch ausführlicher in einem anderen Blog.

 

Nun hoffe ich sehr, Ihnen einen kleinen Einblick in die Tanzwelt gewährt zu haben, und Ihnen bei der Tanzauswahl behilflich gewesen zu sein. 

Ich bin überzeugt, dass Sie den richtigen Tanz aussuchen werden! Lassen Sie sich Zeit. Und im allerschlimmsten Fall, wenn es nicht der Richtige war, nicht verzweifeln! Unbedingt das Gespräch mit dem Tanzlehrer suchen und sich weiter beraten lassen.

Ein Faktor der dann eine weitere Rolle spielen könnte, wäre Ihren Lerntyp herauszufinden und welche Tanzart Ihrem Lerntyp mehr zusprechen würde. Auch dies auch zu einem späteren Zeitpunkt. 

Herzliche Grüsse und viele schöne Stunden auf der Tanzfläche!

Ihre Marilyn Mathis
Dance2bee

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